Freitag, 21. Oktober 2011

Stoppt grausame Schweineversuche an der Uni Ulm

"An der Uni Ulm werden mehrmals jährlich lebende Schweine zerschnitten und getötet. Medizinstudenten und junge Assistenzärzte dürfen an den Tieren verschiedene Operationen »üben«, am Schluss werden die Schweine getötet. Vorher werden ihnen Teile des Darms und der Leber sowie der komplette Magen herausgeschnitten; sogar die Narkose dürfen unerfahrene Studenten durchführen."
 "Den Schweinen wird der Bauch aufgeschnitten (siehe Praktikumsskript), dann wird ihre Gallenblase herausgenommen. Ein Loch wird in den Magen gestanzt, ein Schlauch hineingelegt. Gleichzeitig wird der Hals des Schweines aufgeschnitten, bis die Blutgefäße zu sehen sind, auch in diese werden Schläuche gelegt.
Dann werden verschiedene Teile des Darms der lebenden Schweine herausgeschnitten und die Enden wieder zusammengenäht. Schließlich werden den Schweinen der Magen und die halbe Leber aus dem Bauch entnommen. Danach wird der verstümmelte Bauch der Tiere wieder zugenäht, aber das Leid hat damit für die Schweine noch kein Ende: In ihren Brustkorb werden Löcher geschnitten, durch die weitere Schläuche gelegt werden. Dann erst werden die Schweine getötet." [Link]
Die gesamte Prozedur wird von den Studenten bzw. jungen Assistenzärzten durchgeführt, kommt es zu Komplikationen, ist zunächst der verantwortliche Assistenzarzt dazu verpflichtet, das Problem zu lösen, während der Oberarzt eher als Fragenbeantworter fungiert...(Quelle).
Wer gegen diese Praktika protestieren möchte, sollte diese Petition von Peta unterzeichnen.


UPDATE!
"In diesen Minuten erreicht uns die Nachricht, dass die Uni Ulm den von uns kritisierten Kurs in diesem Wintersemester nicht mehr anbieten wird! Wir deaktivieren daher unseren Aktionsaufruf, werden aber erst dann unsere Kampagne beenden, wenn wir eine schriftliche Bestätigung der Uni haben, dass der Kurs auch in Zukunft gar nicht mehr angeboten wird. Vielen Dank für die Unterstützung!" [PETA]
 
Zum Mittagessen gab es heute lediglich Bratkartoffeln mit viel Zwiebel, Zucchini und Möhren aus dem eigenen Garten, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Paprika und einem Schuss Sojasauce...Räuchertofu würde bestimmt prima dazu passen, leider habe ich meine letzte Portion gestern Abend vernichtet :).






Kommentare:

  1. Tierversuche sind kein einfaches Thema... ich bin fast fertig mit meinem Chemie-Studium, und in Sachen Forschung sind Tierversuche immer noch hochaktuell. Allein sämtliche käufliche Chemikalien, mit denen ich arbeite, wurden an Tieren getestet... und fürchte mich davor, dass ziemlich wahrscheinlich irgendwann einmal der Moment kommt, dass von mir synthetisierte Verbindungen an Tieren getestet werden sollen. Ich hab während meiner Studienzeit viel Theorie über Tierversuche gelernt, teils wirklich perverse Dinge. Trotzdem denke ich, dass ich jetzt nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern weitermachen sollte, um irgendwann in eine Position zu kommen, in der ich vielleicht was ändern kann. Ich bin aber auch selbst im Dilemma... rein wissenschaftlich betrachtet, muss ich mir eingestehen, halte ich Tierversuche (ja, leider) für sinnvoll. Ethisch betrachtet halte ich Tierversuche für nicht im Geringsten tragbar! Siehst du dich mit deinem Biotech-Studium auch mit solchen Fragen konfrontiert?

    AntwortenLöschen
  2. Ja, ich weiß natürlich, dass die Erforschung von Krankheiten etc. an Tieren erfolgt und auch die Genforschung bedient sich meist Mäusen...
    Aber auch hier gibt es imer mehr Alternativen und wenn es solche gibt, sollte man sie auch anwenden.
    Noch scheinen Tierversuche unerlässlich für die Forschung zu sein, doch frage ich mich stets, welche Krankheiten durch solche Experimente geheilt werden konnten...
    Zudem wachsen auch einige unserer Versuchskulturen auf Platten, die tierische Bestandteile enthalten und wir führen auch Versuche mit Fischmuskelzellen durch, wobei ich nicht weiß, woher diese stammen...
    Letztendlich führ ich mein Studium natürlich zu Ende und wer weiß, vielleicht gelingt es mir ja, bisher 'notwendige' Versuche überflüssig zu machen.

    AntwortenLöschen